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Juden aus dem Reich und Protektorat

Der Herbst 1941 war eine der markantesten Perioden in der Geschichte des Gettos Litzmannstadt. Ins gesperrte Wohngebiet im besetzten Łódź wurde damals eine Gruppe von nahezu zwanzigtausend Juden aus dem Dritten Reich und Protektorat Böhmen und Mähren transportiert. Jene Menschen, die bisher in europäischen Metropolen im Schatten verschiedenster Repressionen seitens der Vertreter und Mitläufer des Nationalsozialismus gelebt hatten, wurden aus ihrer Welt herausgerissen und gelangten an den Ort, der sich für die meisten von ihnen als letzter Halt vor der Vernichtung erweisen sollte.

Die Reichsjuden waren den Verfolgungen schon lange vor dem Kriegsausbruch ausgesetzt. Die in Adolf Hitlers Mein Kampf dargelegte Leitlinie der nationalsozialistischen Partei ließ keinerlei Zweifel übrig, wie die Juden zu behandeln seien. Die verbrecherische Idee wurde bald zur Realität. Aufeinander folgende Erlasse und Gesetze führten zur sozialen Exklusion und zum wirtschaftlichen Ruin der im Dritten Reich lebenden Juden – bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden hier beinahe anderthalb tausend diskriminierende antisemitische Rechtsakte, darunter die sog. Nürnberger Rassengesetze vom September 1935, herausgegeben. Der Höhepunkt des Terrors erfolgte in der Nacht vom 8. auf den 9. November 1938. Im Verlauf des Pogroms, das als Reichskristallnacht bekannt ist, wurden Hunderte Synagogen und Privatwohnungen in Brand gesetzt oder devastiert. Viele Personen wurden geprügelt, 91 ermordet.

Aufgrund der Beschlüsse der deutschen Behörden wurde eine Gruppe von zwanzigtausend Juden aus dem Reich, Protektorat Böhmen und Mähren sowie Luxemburg im Oktober und November ins Getto Litzmannstadt eingesiedelt. Der erste Transport traf am Bahnhof Radegast am 16. Oktober 1941 ein. Bis zum 4. November gelangten zum Getto zwanzig Transporte von beinahe zwanzigtausend Menschen aus Wien, Prag, Luxemburg, Berlin, Frankfurt, Köln, Emden, Hamburg und Düsseldorf.

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