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Erna Sostheim

27 Juni 1894, Lippstadt
21 Januar 1975, Israel

Evidenzbuch der Kartenabteilung, Erna Sostheim ist hier mit ihren Geschwistern verzeichnet. Alle drei wurden (links am Bildrand) abgehakt – ein Zeichen, dass sie 1944 noch im Ghetto lebten. (APL, PSZ, Sign. 1387, Blatt 307–308)

Erna Sostheim war das dritte Kind des Fabrikanten Samuel Sostheim und dessen Ehefrau Johanna, geborene Grüneberg. 1919 verstarb ihre Mutter, 1920 starb ihr Vater. Nach dem Tod der Eltern kümmerten sich Erna und ihre Geschwister Grete (*1888 Lippstadt) und Walter (*1891 Lippstadt) um die familieneigene Bürstenfabrik in Lippstadt. Während des Novemberpogroms 1938 wurde die Familie überfallen und Erna Sostheims Bruder Walter verhaftet und für einen Monat im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert. 1939 wurde die Bürstenfabrik der Familie „arisiert“, woraufhin die Geschwister zu ihrem Cousin Simon Sostheim nach Düsseldorf zogen.

Am 27. Oktober 1941 wurde Erna Sostheim mit ihren Geschwistern ins Ghetto deportiert. Während der „Sperre“ im September 1942 wurde Erna Sostheims Schwester Grete nach Kulmhof gebracht und ermordet. Erna Sostheim, ihr Bruder Walter und dessen Frau Ruth lebten noch bis zur Auflösung des Ghettos zusammen. Im August 1944 wurden sie nach Auschwitz gebracht und voneinander getrennt. Nur Erna Sostheim überlebte. Sie wurde später im Ghetto Theresienstadt befreit und kehrte nach Lippstadt zurück.

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