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Johanna Seligmann geb. Berger

24 August 1914, Köln
7 Juli 1944, Vernichtungslager Kulmhof

Auszug aus dem Evidenzbuch der Kartenabteilung: Johanna Seligmann ist unter der lfd. Nr. 163225 verzeichnet, darüber befinden sich die Eintragungen zu ihrem Kind und ihrem Ehemann. (APL, PSZ, Sign. 1386, Blatt 129)

Die gebürtige Kölnerin Johanna Berger heiratete 1937 den Schneider Irmfried Seligmann (*1913) aus Rosbach an der Sieg. Im April 1941 wurde die gemeinsame Tochter Recha geboren. Die Familie wohnte in Köln in der Thieboldsgasse. Am 22. Oktober 1941 wurden Johanna, Irmfried und Recha Seligmann ins Ghetto deportiert. Im Transport befand sich auch Johannas Schwägerin Klara Voos (geb. Seligmann) mit Familie. Die Seligmanns blieben im Ghetto zusammen, trotz beengter Wohnverhältnisse. Auf Johanna Seligmanns Anmeldung in der Kelmstraße 23 vom 9. November 1941 findet sich der Vermerk „bezog mit 9 Personen 1 Zimmer und 1 Küche“. Klara, Bernhard und Gerson Voos wurden im Mai 1942 in Kulmhof ermordet.

Irmfried Seligmann starb am 10. Juli 1942 im Alter von 29 Jahren. Über den Tod ihres Mannes schickte sie eine verschlüsselte Nachricht an ihre Schwiegermutter Maria Seligmann in Rosbach an der Sieg: Sie unterzeichnete die Nachricht über den Empfang einer Geldsendung mit „Witwe Hanna Seligmann“. Bald darauf musste Johanna Seligmann auch den Verlust ihrer eineinhalbjährigen Tochter verkraften, die im September 1942 während der „Sperre“ verschleppt wurde. Johanna Seligmann lebte nun ohne Angehörige in der Kelmstraße, bis auch sie im Juli 1944 in Kulmhof ermordet wurde.

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